Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH

-»Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen modernen Browser wie z.B. Firefox 3 oder Internet Explorer 8.«-

Beginn Sprachwahl

Beginn Hauptnavigation

Beginn Unternavigation

Beginn Navigator

Startseite  >  Biodiversitätskonventi...  >  Die Konvention

 



Beginn Inhaltsbereich

Die Konvention über die biologische Vielfalt (CBD)

Was ist die Konvention über die biologische Vielfalt?

Die Konvention über die biologische Vielfalt der Vereinten Nationen ist ein völkerrechtlich verbindlicher Vertrag zwischen zahlreichen souveränen Staaten der ganzen Welt. Die Mitgliedstaaten haben sich das Ziel gesetzt, die Vielfalt des Lebens auf der Erde zu schützen und deren nachhaltige Nutzung so zu organisieren, dass möglichst viele Menschen heute und auch in Zukunft davon profitieren können.

Es ist das erste internationale Abkommen, das den Schutz der biologischen Vielfalt global und umfassend behandelt (Artenschutz, Schutz der Ökosysteme und Schutz der genetischen Ressourcen). Trotz des relativ kurzen Zeitraumes, in dem die Konvention in Kraft ist, hat sie bereits eine beeindruckend positive Resonanz gefunden, was schon die rasch anwachsende Zahl der Vertragsstaaten im Vergleich zu anderen Umweltabkommen zeigt.

Anders als andere internationale Übereinkommen, welche exakte Vorgaben für Aktivitäten ausführen, ist die Konvention über die biologische Vielfalt ein Rahmenabkommen, das den Mitgliedstaaten bei der Umsetzung einen grösseren Spielraum erlaubt. So kann den Länderbesonderheiten und den sich ändernden tatsächlichen Gegebenheiten besser Rechnung getragen werden. Anstelle von exakten Verpflichtungen und Massnahmen werden die meisten Bestimmungen eher als Strategien oder Programme ausgedrückt.

Zu den grössten Errungenschaften bisher zählt das enorme Interesse an der biologischen Vielfalt, welches das Übereinkommen in Industrie- und Entwicklungsländer erwecken konnte. Die Biodiversität wird jetzt als wichtige Umwelt- und Entwicklungsressource angesehen.

  

Wieso braucht es eine Konvention?

Unsere Umwelt liefert die grundlegenden Bedingungen (Sauerstoff, Wasser, Nahrung, Rohstoffe, Schutz, etc.) ohne die wir nicht überleben könnten. Folglich sind unsere natürlichen Ressourcen überlebenswichtig für die weltweite ökonomische, soziale und kulturelle Entwicklung. Zusätzlich steigt mit der biologischen Vielfalt das Angebot an potentiellen medizinischen Wirkstoffen, sowie an Anpassungsstrategien der Natur für neue Herausforderungen, wie zum Beispiel die Klimaänderung. Die biologische Vielfalt wurde als ein globales Kapital mit ungeheurem Wert für heutige und zukünftige Generationen erkannt. Gleichzeitig sind jedoch Arten und Ökosysteme durch menschliche Aktivitäten stärker bedroht als je zuvor.

Die wachsenden Sorgen über diesen beispiellosen Rückgang der biologischen Vielfalt führten zu ersten Verhandlungen über ein rechtsverbindliches Instrument mit dem Ziel diesen negativen Trend zu stoppen. Bereits 1973 identifizierte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) den Schutz der Natur, der wildlebenden Arten und der genetischen Ressourcen als zentrales Thema.

In den achtziger Jahren wurde man sich klar, dass die existierenden Umwelt- und Naturschutzgesetz-gebungen nicht genügten. 1988 diskutierten Fachexperten im Auftrag der UNEP über die Notwendigkeit eines zusätzlichen internationalen Umweltabkommens. Bald darauf, 1989, stellte die UNEP dann eine Expertengruppe zusammen um eine internationale Konvention zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt zu erarbeiten.

Am 22. Mai 1992 verabschiedeten die Staatengemeinschaft in Nairobi (Kenia) den Entwurf der Konvention im sogenannten "Nairobi-Act". Die Konvention über die biologische Vielfalt wurde kurz darauf, am 5. Juni 1992, anlässlich der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro (Brasilien) zur Unterzeichnung aufgelegt.


Zuletzt aktualisiert am: 24.04.2017





Schweizer Informationssystem Biodiversität (SIB)
info@sib.admin.ch | Haftung, Datenschutz und Copyright
http://www.sib.admin.ch/index.php?id=91