Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH

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Die Aichi Biodiversitätsziele

Strategisches Ziel A

Bekämpfung der Ursachen des Rückgangs der biologischen Vielfalt in allen Bereichen des Staates und der Gesellschaft durch Einbezug der Biodiversität in sämtliche Sektoralpolitiken.

Ziel 1. Bis spätestens 2020: Die Menschen sind sich des Wertes der biologischen Vielfalt bewusst und wissen, was sie zu ihrer Erhaltung und nachhaltigen Nutzung unternehmen können.

Ziel 2. Bis spätestens 2020: Der Wert der biologischen Vielfalt ist in den nationalen und lokalen Strategien und Planungsprozessen zu Entwicklung und Armutsbekämpfung berücksichtigt und wird, soweit angemessen, in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und die Berichtssysteme einbezogen.

Ziel 3. Bis spätestens 2020: Beseitigung, vollzogener schrittweiser Abbau oder Umgestaltung von Anreizen und Subventionen, die sich negativ auf die biologische Vielfalt auswirken. Positive Anreize zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt sind unter Berücksichtigung der nationalen sozioökonomischen Bedingungen geschaffen und zur Anwendung gebracht. Sie stimmen mit der Konvention über die Biologische Vielfalt CBD überein und stehen im Einklang mit anderen relevanten internationalen Verpflichtungen.

Ziel 4. Bis spätestens 2020: Regierungen, Unternehmen und weitere Akteure haben auf allen Ebenen zur Gewährleistung einer nachhaltigen Produktion und eines nachhaltigen Konsums Massnahmen ergriffen oder Pläne umgesetzt. Die Auswirkungen der Nutzung von natürlichen Ressourcen sind auf ein ökologisch vertretbares Mass beschränkt.

Strategisches Ziel B

Reduktion des Druckes auf die Biodiversität und Förderung ihrer nachhaltigen Nutzung. 

Ziel 5. Bis 2020: Reduktion der Verlustrate aller natürlichen Lebensräume einschliesslich der Wälder auf nahe Null, mindestens aber um die Hälfte. Die Degradierung und die Zerschneidung von Lebensräumen sind erheblich reduziert.

Ziel 6. Bis 2020: Nachhaltige, rechtskonforme und auf ökosystemaren Ansätzen basierende Nutzung und Bewirtschaftung aller Bestände von Fischen, Wirbellosen und Wasserpflanzen. Jegliche Überfischung wird vermieden. Programme und Massnahmen zur Förderung sind für alle dezimierten Arten umgesetzt. Durch die Fischerei entstehen keine nachteiligen Auswirkungen auf bedrohte Arten und empfindliche Ökosysteme. Die Auswirkungen der Fischerei auf Bestände, Arten und Ökosysteme bleiben innerhalb sicherer ökologischer Grenzen.

Ziel 7. Bis 2020: Nachhaltige Bewirtschaftung der durch Landwirtschaft, Aquakultur und Forstwirtschaft genutzten Flächen, so dass die biologische Vielfalt erhalten bleibt.

Ziel 8. Bis 2020: Der Grad der Umweltverschmutzung - unter anderem durch überschüssige Nährstoffe - ist auf ein Niveau gebracht, welches für die Funktion von Ökosystemen und für die biologische Vielfalt unschädlich ist.

Ziel 9. Bis 2020: Die invasiven gebietsfremden Arten und ihre Einschleppungswege sind identifiziert und nach Priorität geordnet. Als prioritär eingestufte Arten sind unter Kontrolle oder beseitigt. Um eine Einschleppung und Ansiedlung zu verhindern, sind Massnahmen zur Überwachung der Einfallswege ergriffen.

Ziel 10. Bis 2015: Auf ein Minimum reduzierte anthropogene Belastungen von Korallenriffen und anderen empfindlichen Ökosysteme, welche vom Klimawandel oder von der Versauerung der Ozeane betroffen sind, sodass ihre Unversehrtheit und Funktionsfähigkeit gewahrt ist.

Strategisches Ziel C

Verbesserung des Zustands der biologischen Vielfalt durch Sicherung der Ökosysteme und Arten, sowie der genetischen Vielfalt.

Ziel 11. Bis 2020: Mindestens 17 Prozent der Land- und Binnenwassergebiete und 10 Prozent der Küsten- und Meeresgebiete sind durch wirkungsvolle und gerecht gemanagte, ökologisch repräsentative und gut vernetzte Schutzgebietssysteme und andere wirksame gebietsbezogene Erhaltungsmassnahmen geschützt und in die umgebende terrestrische und marine Landschaft integriert. Dies betrifft insbesondere Gebiete von besonderer Bedeutung für biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen.

Ziel 12. Bis 2020: Das Aussterben bekanntermassen bedrohter Arten ist unterbunden. Die Erhaltungssituation, insbesondere von den am stärksten im Rückgang begriffenen Arten, ist verbessert und verstärkt.

Ziel 13. Bis 2020: Sicherung der genetischen Vielfalt von Nutzpflanzen und landwirtschaftlichen Nutztieren und ihren wilden Artverwandten. Dies betrifft auch andere Arten von sozioökonomischem und kulturellem Wert. Strategien zur grösstmöglichen Begrenzung der genetischen Verarmung und zur Erhaltung der genetischen Vielfalt sind entwickelt und in Umsetzung.

Strategisches Ziel D

Erhöhung des Nutzens für alle, der sich aus der biologischen Vielfalt und aus den Ökosystemleistungen ergibt.

Ziel 14. Bis 2020: Wiederherstellung und Sicherung von Ökosystemen, die wesentliche, auch wasserbezogene, Leistungen erbringen und zu Gesundheit, Existenzsicherung und Wohlergehen beitragen. Dabei werden die Bedürfnisse von Frauen, indigenen und ortsansässigen Gemeinschaften und von ärmeren und ungeschützteren Bevölkerungsgruppen berücksichtigt.

Ziel 15. Bis 2020: Erhöhung der Resilienz der Ökosysteme und des Beitrags der biologischen Vielfalt zur Einlagerung von Kohlenstoff durch Erhaltungs- und Wiederherstellungsmassnahmen. Damit soll einen Beitrag geleistet werden zur Anpassung an die Klimaänderung, zu ihrer Abschwächung sowie zur Bekämpfung der Wüstenbildung. Zu den Massnahmen gehört auch die Wiederherstellung von mindestens 15 Prozent der geschädigten Ökosysteme.

Ziel 16. Bis 2015: Inkraftsetzung und wirksame Umsetzung des Protokolls von Nagoya über den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Verteilung der Vorteile, die sich aus ihrer Nutzung ergeben.

Strategisches Ziel E

Verbesserung der Umsetzung durch partizipative Planung, Wissensmanagement und Kapazitätsaufbau.

Ziel 17. Bis 2015: Eine wirksame, partizipative nationale Biodiversitätsstrategie und aktualisierte Aktionspläne sind als Politinstrumente verabschiedet und in Kraft und die Massnahmen zur Umsetzung sind ergriffen.

Ziel 18. Bis 2020: Die für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt wichtigen traditionellen Kenntnisse, Innovationen und Gebräuche der indigenen und ortsansässigen Gemeinschaften und ihre herkömmliche Nutzung biologischer Ressourcen werden vorbehaltlich der innerstaatlichen Rechtsvorschriften und einschlägiger internationaler Verpflichtungen geachtet und bei der Umsetzung des Übereinkommens unter umfassender und wirksamer Beteiligung der indigenen und ortsansässigen Gemeinschaften auf allen relevanten Ebenen in vollem Umfang integriert und berücksichtigt.

Ziel 19. Bis 2020: Verbesserung, umfassende Verbreitung, Weitergabe und Anwendung von Kenntnissen, wissenschaftlichen Grundlagen und Technologien, die sich auf die biologische Vielfalt, ihre Werte und Funktionen, ihren Zustand, ihre Trends und die Folgen ihres Verlusts beziehen.

Ziel 20. Bis spätestens 2020: Die Mobilisierung finanzieller Mittel für die wirksame Umsetzung des Strategischen Plans 2011-2020 aus allen Quellen und in Übereinstimmung mit dem in der Strategie zur Mobilisierung von Finanzmitteln zusammengefassten und vereinbarten Verfahren soll gegenüber dem aktuellen Stand erheblich zunehmen. Dieses Ziel kann sich nach Massgabe der von den Vertragsparteien zu erstellenden und übermittelten Mittelbedarfsschätzungen ändern.

Inoffizielle deutsche Übersetzung


Zuletzt aktualisiert am: 02.03.2015






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