Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH

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Berner Konvention

Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume

Abgeschlossen in Bern 1979, in Kraft getreten für die Schweiz am 1. Juni 1982 / SR 0.455ico_extern

Wild lebende Pflanzen und Tiere stellen ein wichtiges Naturerbe dar, das an künftige Generationen weitergegeben werden muss. Die Vertragsparteien sind der Ansicht, dass abgesehen von nationalen Schutzprogrammen eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene erforderlich ist.

Ziel des Übereinkommens ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Unterzeichnerstaaten zu fördern, um wild lebende Pflanzen und Tiere sowie ihre natürlichen Lebensräume zu erhalten und die vom Aussterben bedrohten wandernden Arten zu schützen.

Die Vertragsparteien verpflichten sich,

  • die nationale Politik zur Erhaltung wild lebender Pflanzen und Tiere sowie ihrer natürlichen Lebensräume zu fördern,
  • bei ihrer Planungs-, Entwicklungs- und Umweltpolitik die Erhaltung wild lebender Pflanzen und Tiere zu berücksichtigen,
  • die Erziehung und Verbreitung allgemeiner Informationen in Bezug auf die Notwendigkeit, wild lebende Pflanzen- und Tierarten sowie ihre Lebensräume zu erhalten, zu fördern.

Die Vertragsparteien ergreifen die geeigneten gesetzgeberischen und Verwaltungsmassnahmen, um die in Anhang I aufgeführten wild lebenden Pflanzenarten zu schützen. Nach dem Übereinkommen ist es verboten, diese Pflanzen absichtlich zu pflücken, zu sammeln, abzuschneiden, auszugraben oder auszureißen.

Die Vertragsparteien ergreifen auch die geeigneten gesetzgeberischen und Verwaltungsmaßnahmen, um die Erhaltung der in Anhang II aufgeführten wild lebenden Tierarten sicherzustellen.

Jegliche Nutzung der in Anhang III aufgeführten wild lebenden Tiere wird so geregelt, dass die Populationen in ihrem Bestand nicht gefährdet werden (zeitweiliges oder örtlich begrenztes Nutzungsverbot, Regelung des Verkaufs usw.).

Die Vertragsparteien verpflichten sich, ihre Bemühungen um den Schutz der in den Anhängen II und III aufgeführten wandernden Arten, deren Verbreitungsgebiet in ihr Hoheitsgebiet hineinreicht, zu koordinieren.

Es wird ein Ständiger Ausschuss eingesetzt, der für die Überwachung der Einhaltung dieses Übereinkommens zuständig ist.

(Textquelle: Das Portal der Europäischen Union, europa.eu, © Europäische Union, 1995-2012)


Zuletzt aktualisiert am: 16.09.2014





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