Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH

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Bonner Konvention CMS

Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten

Abgeschlossen in Bonn 1979, in Kraft getreten für die Schweiz am 1. Juli 1995 / SR 0.451.46ico_extern

Das Übereinkommen von Bonn zielt weltweit auf die Erhaltung der wandernden Tierarten ab. Wildlebenden Tierarten muss aus umweltbezogener, ökologischer, genetischer, wissenschaftlicher, freizeitbezogener, kultureller, erzieherischer, sozialer und wirtschaftlicher Sicht besondere Beachtung geschenkt werden.

Die Vertragsparteien erkennen die Wichtigkeit der Erhaltung wandernder Arten an und bekräftigen, dass wandernden Arten mit ungünstigem Erhaltungszustand besondere Beachtung gebührt.

Um zu vermeiden, dass eine wandernde Art gefährdet wird, müssen sich die Vertragsparteien bemühen,

  • Forschungen über wandernde Arten zu fördern, zu unterstützen oder dabei zusammenzuarbeiten,
  • einen unverzüglichen Schutz der in Anhang I aufgeführten Arten zu ermöglichen,
  • Abkommen über die Erhaltung, Hege und Nutzung von in Anhang II aufgeführten Arten abzuschließen.

Um gefährdete wandernde Arten zu schützen, bemühen sich die Vertragsparteien,

  • die Lebensstätten zu erhalten oder wiederherzustellen,
  • nachteilige Auswirkungen von Aktivitäten oder Hindernissen, die die Wanderung der Arten erschweren oder verhindern, auszuschalten, zu beseitigen, auszugleichen oder auf ein Mindestmaß zu beschränken,
  • Einflüssen, welche die Art gefährden oder weiter zu gefährden drohen, soweit durchführbar und zweckmäßig, vorzubeugen, sie zu verringern oder sie zu überwachen und zu begrenzen.

Vertragsparteien, die Arealstaaten einer wandernden, in Anhang I enthaltenen Art sind verbieten es, Tiere aus der Natur zu entnehmen, die einer solchen Art angehören; Ausnahmen von diesem Verbot sind zulässig, wenn die Entnahme wissenschaftlichen Zwecken oder dazu dient, die Vermehrungsrate der betreffenden Art zu erhöhen. Ausnahmen müssen inhaltlich genau bestimmt sowie räumlich und zeitlich begrenzt sein und dürfen sich nicht nachteilig für die betreffende Art auswirken.

Die Erhaltung, Hege und Nutzung der in Anhang II enthaltenen Arten kann durch internationale Übereinkünfte geregelt werden.

Die Konferenz der Vertragsparteien ist das Beschlussorgan dieses Übereinkommens. Sie sorgt für die ordnungsgemäße Durchführung des Übereinkommens und kann entsprechende Empfehlungen geben.

(Textquelle: Das Portal der Europäischen Union, europa.eu, © Europäische Union, 1995-2012)


Zuletzt aktualisiert am: 28.10.2015





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