Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH

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EUROBATS - Abkommen zur Erhaltung der Fledermäuse in Europa

Agreement on the Conservation of Populations of European Bats EUROBATS

Abgeschlossen in London am 4. Dezember 1991, in Kraft getreten für die Schweiz am 27. Juli 2013 / SR 0.451.461ico_extern

Das Abkommen zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulationen wurde 1991 unter der Schirmherrschaft des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (UNEP/CMS) gegründet, nachdem man den bedenklichen Schutzstatus von Fledermäusen in Europa erkannt hatte. Hauptziel des Abkommens ist es, den  Mitgliedsstaaten und den noch nicht beigetretenen Ländern einen Leitfaden für die Zusammenarbeit mit einem gemeinsamen Ziel zu geben: dem Schutz von Fledermäusen in ganz Europa. In den Vertragsstaaten ist es gesetzlich verboten, Fledermäuse absichtlich zu fangen, in Gefangenschaft zu halten oder zu töten. Ausnahmen werden nur für Forschungszwecke erlaubt, die jedoch spezielle Genehmigungen erfordern. Die strategischen Ziele des Abkommens sind die Identifizierung von wichtigen Stätten und Gebieten für den Fledermausschutz, die Überwachung des Zustands und der Entwicklung von Fledermauspopulationen (sog. Monitoring) sowie Studien über ihr Wanderverhalten. Basierend auf den daraus gewonnenen Erkenntissen entwickelt bzw. überarbeitet das Abkommen Empfehlungen und Richtlinien zu verschiedenen Themen, die von den Vertragsstaaten auf nationaler Ebene umgesetzt werden sollen. (Textquelle: EUROBATS leaflet on the EUROBATS Agreement and bats in general)

Aufgrund ihrer Lage im Zentrum Europas kann die Schweiz massgebend zu einem koordinierten Schutz der Fledermäuse beitragen: Der Schutz der 29 in der Schweiz vorkommenden Fledermausarten stärkt die koordinierten Bemühungen auf europäischer Ebene.  Innerhalb der Schweiz wird der Fledermausschutz durch zwei Koordinationsstellen (Ost / West) koordiniert. 

Über Fledermäuse

Ökologische Bedeutung: Fledermäuse sind grosse Nahrungsspezialisten und exzellente Jäger. In Europa jagen Fledermäuse ausschliesslich Insekten, um ihren enormen Nahrungsbedarf zu decken, der 1/4 bis 1/3 ihres eigenen Körpergewichts beträgt. Dies macht sie zu einem wichtigen Glied im ökologischen Gleichgewicht bei der Vermeidung von Insektenplagen.

Ausserhalb von Europa gibt es zudem Fleisch fressende Fledermäuse, drei Blut saugende und viele Nektar und Früchte fressende Arten; die letztgenannten spielen eine Schlüsselrolle als Bestäuber und Samenverbreiter vieler Pflanzen, die oft auch für Menschen von großer Bedeutung sind.

 

Wanderungen: Weniger bekannt ist die Tatsache, dass Fledermäuse wandern – nicht nur bis ins benachbarte Feld, den nächsten Wald oder in die Scheune gegenüber, sondern auf althergebrachten Flugrouten; manche Arten legen sogar Hunderte von Kilometern zurück und überqueren dabei regionale und nationale Grenzen. Saisonale Wanderungen von Nordost- bis nach Südeuropa sind nachgewiesen. Alle Fledermausarten wandern von ihren Sommerquartieren zu den Überwinterungsplätzen und zurück.

 

Quelle: Das Abkommen zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulationenico_extern 


Zuletzt aktualisiert am: 23.12.2015




Informationen

EUROBATS Homepageico_extern

Nationalbericht

2013 - Rapport de synthèse (pdf, 374 KB)

Nationaler Kontakt

Danielle Hofmann
Bundesamt für Umwelt BAFU
CH-3003 Bern
Tel:  +41 (0)58 462 91 52
Fax: +41 (0)58 463 89 74
danielle.hofmann(at)bafu.admin.ch



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