Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH

-»Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen modernen Browser wie z.B. Firefox 3 oder Internet Explorer 8.«-

Beginn Sprachwahl

Beginn Hauptnavigation

Beginn Unternavigation

Beginn Navigator

Startseite  >  Biodiversitätskonventi...  >  Weitere Konventionen  >  Seerechtsübereinkommen...

 



Beginn Inhaltsbereich

Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen

United Nations Convention on the Law of the Sea (UNCLOS)

Abgeschlossen 1982 in Jamaika, in Kraft getreten für die Schweiz am 31. Mai 2009 / SR 0.747.305.15ico_extern

Rund 70 % der Oberfläche der Erde sind von Meeren bedeckt. Ein Grossteil des Meeresgebietes ist trotz modernster Technologie weitgehend unbekanntes «Land». Fest steht jedoch, dass die Bedeutung der Weltmeere für die Versorgung der Menschheit ständig wächst. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Rohstoffen, wie etwa Metalle und Öl, Energiegewinnung unter Ausnützung der Gezeiten, Zunahme der Transporte von Gütern über das Meer, bis zur Sicherung von proteinreicher Nahrung durch die Fischerei.

Das Seerechtsübereinkommen UNCLOS wurde zwischen 1973 und 1982 im Rahmen der UNO ausgehandelt und kodifiziert zahlreiche Bestimmungen des internationalen maritimen Rechts, die entweder bereits in älteren Vertragswerken enthalten waren oder zu Völkergewohnheitsrecht geworden sind. Eine Neuerung und ein Grundsatz von UNCLOS ist die Erklärung der Hohen See und des Meeresbodens mit seinen Ressourcen zum Gemeinsamen Erbe der Menschheit. UNCLOS verpflichtet die Mitgliedsstaaten insbesondere die Meeresumwelt zu schützen, zu bewahren und dabei international zusammenzuarbeiten. Das Übereinkommen stellt eine wichtige Grundlage für den Artenschutz und für die Ausweisung von Schutzgebieten dar und regelt Fischerei und Meeresforschung. Es ist deshalb ein bedeutender Pfeiler für den Schutz der Biodiversität in marinen Ökosystemen.

Für alle Quellen der Meeresverschmutzung – Land, Luft, Schiffe, Meeresbergbau und Abfallbeseitigung – werden internationale Rahmenbestimmungen aufgestellt, die durch innerstaatliche Rechtsvorschriften zu ergänzen sind. Anhang I des Übereinkommens definiert so genannte weit wandernde Meerestierarten (Thunfische, Wale und andere), für deren Erhaltung die Mitgliedstaaten eine besondere Verantwortung tragen. Das Übereinkommen regelt weiter die verschiedenen Meeresnutzungen wie Schifffahrt, Überflug und Meeresbergbau, enthält ferner ein Streitbeilegungssystem und definiert die Hoheitsbefugnisse der Küsten-, Hafen- und Flaggenstaaten.

UNCLOS schafft im Wesentlichen drei Institutionen:

  • die Internationale Meeresbodenbehörde mit Sitz in Kingston (Jamaika); bestehend aus Versammlung, Rat und Sekretariat
  • den Internationalen Seegerichtshof mit Sitz in Hamburg
  • sowie die Festlandsockelgrenzkommission (ein Ad-hoc- Gremium) in New York

Inzwischen sind dem Übereinkommen 160 Staaten beigetreten, darunter alle Industriestaaten ausser den USA. Einmal jährlich wird am Sitz der UNO in New York eine Vertragsstaatenkonferenz von UNCLOS durchgeführt. An der Konferenz werden in erster Linie organisatorische und finanzielle Fragen der drei Institutionen erörtert sowie die Besetzung der verschiedenen Ämter geregelt. 


Zuletzt aktualisiert am: 16.07.2012




Nationaler Kontakt

Dr. Reto Dürler
Chef Schweizerisches Seeschifffahrtsamt SSA
Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Direktion für Völkerrecht DV
Elisabethenstrasse 33
Postfach
CH-4010 Basel
Tel.: +41 (0)61 270 91 21
Fax: +41 (0)61 270 91 29
reto.duerler(at)eda.admin.ch



Schweizer Informationssystem Biodiversität (SIB)
info@sib.admin.ch | Haftung, Datenschutz und Copyright
http://www.sib.admin.ch/index.php?id=374