Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH

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Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung in den von Dürre und / oder Wüstenbildung schwer betroffenen Ländern, insbesondere in Afrika

United Nations Convention to Combat Desertification (UNCCD)

Abgeschlossen 1994 in Paris, in Kraft getreten für die Schweiz am 26. Dezember 1996 / SR 0.451.1ico_extern

Ziel dieses Übereinkommens ist es, in den von Dürre und/oder Wüstenbildung schwer betroffenen Ländern, insbesondere in Afrika, durch wirksame und durch internationale Vereinbarungen über Zusammenarbeit und Partnerschaft unterstützte Maßnahmen auf allen Ebenen im Rahmen einer integrierten und mit der Agenda 21 (FR) vereinbaren Vorgehensweise die Wüstenbildung zu bekämpfen und die Dürrefolgen zu mildern und so zu einer nachhaltigen Entwicklung in den betroffenen Gebieten beizutragen. Die Agenda 21 ist ein globaler Aktionsplan mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung im 21. Jahrhundert.

Die Wüstenbildung ist hauptsächlich auf Tätigkeiten des Menschen und Änderungen des Klimas zurückzuführen. Die Wüstenbildung darf nicht durch Ausdehnung der gegenwärtigen Wüsten noch weiter voranschreiten. Sie erklärt sich daraus, dass die Ökosysteme der Trockengebiete durch übermäßige und unsachgemäße Bodennutzung extrem gefährdet sind. Armut, politische Instabilität, Waldzerstörung, Überwaldung und schädliche Bewässerungspraktiken sind Faktoren, die die Produktivität des Bodens beeinträchtigen.

Im Sinne des Übereinkommens umfasst die Bekämpfung der Wüstenbildung Maßnahmen zur integrierten Erschließung des Landes in ariden, semiariden und trockenen subhumiden Gebieten mit folgenden Zielen:

  • Vermeidung und/oder Verringerung der Landverödung;
  • Sanierung teilweise verödeten Landes;
  • Wiedernutzbarmachung des durch Wüstenbildung geschädigten Landes.

Für die Durchführung des Übereinkommens ist eine intensive internationale Zusammenarbeit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern erforderlich. Gleichzeitig müssen die Regierungen der von der Wüstenbildung betroffenen Länder müssen dafür sorgen, dass ein günstiges Umfeld geschaffen wird, das es u. a. der lokalen Bevölkerung ermöglicht, selbst den Prozess der Landverödung zu beenden. Die Regierungen müssen politisch heikle Maßnahmen durchführen wie die verstärkte Dezentralisierung der Entscheidungsmacht, die Verbesserung der Grundbesitzverhältnisse, die Übertragung von Macht an die Frauen, die Bauern und die Viehzüchter ergreifen.

Die Konferenz der Vertragsparteien ist das oberste Gremium des Übereinkommens. Sie fasst die Beschlüsse, die notwendig sind, um die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern.


Zuletzt aktualisiert am: 29.10.2015




Information

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Nationale Kontaktstelle

Yves Guinand
Focal Point UNCCD
DEZA - Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit
3003 Bern
Tel.: +41 (0)31 322 31 45
Fax.: +41(0)31 325 93 62
yves.guinand(at)deza.admin.ch



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