Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH

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Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen

Neu: Bundesgesetz CITESico_extern
Am 1. Oktober 2013 erhält das Bundesamt für Veterinärwesen ein eigenes Bundesgesetz. Damit wird ein Instrument geschaffen, um den Vollzug risikobasiert, flexibel und im Einklang mit internationalen Verpflichtungen und Entwicklungen gestalten zu können.
Das Gesetz und die dazu gehörenden Verordnungen bringen einige Änderungen und Neuerungen mit sich, vor allem beim Import von Pflanzen und pflanzlichen Produkten.

 

 

Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen

Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora (CITES)

Abgeschlossen 1973 in Washington, in Kraft getreten für die Schweiz am 1. Juli 1975 /SR 0.453ico_extern 

Bereits vor mehreren Jahrzehnten wurde erkannt, dass sich der übermässige internationale Handel für viele Arten zu einer ernsthaften Gefahr zu entwickeln droht. Deshalb wurde 1973 das "Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen" - kurz CITES - ins Leben gerufen, allgemein auch als "Washingtoner Artenschutzübereinkommen" bekannt.

Als einer der  Erstunterzeichnenden dieses Vertrags ist die Schweiz  Depositarstaat von CITES mit Sitz des CITES Sekretariats in Genf. Heute gibt es bereits 175 Vertragsparteien (Länder), welche sich zu einer Zusammenarbeit zugunsten des Artenschutzes durch CITES verpflichtet haben. (September 2009). Mittlerweile befinden sich mehr als 5000 Tier- und 28000 Pflanzenarten auf den CITES Anhängen. Deren Bestimmungen gelten sowohl für die lebenden Tiere und Pflanzen als auch für sämtliche Teile und Erzeugnisse daraus.

Es gibt drei verschiedene CITES Schutzstufen (Anhänge I - IIIico_extern):

  • Im Anhang I aufgeführte Arten sind akut gefährdet, der Handel mit diesen Exemplaren ist  stark eingeschränkt (z.B. Elfenbein, Schildpattprodukte). Ausgenommen sind u.a. Vorerwerbsexemplare¹, Produkte die nachweislich von Zuchttieren stammen, sowie solche für Erhaltungszuchtprogramme und Forschungszwecke.
  • Die im CITES Anhang II und III aufgeführten Arten werden in grossem Umfang gehandelt, so dass sie dadurch gefährdet werden könnten. Der internationale Handel wird deshalb durch die Vertragsstaaten mit Zeugnissen (Import- Exportpermits) kontrolliert.

CITES wirkt nur dort zum Schutz von Tier- und Pflanzenarten, wo der internationale Handel eine der Hauptgefahren darstellt. Hier kann eine Kontrolle, Beschränkung oder ein Verbot des Handels eine Art von dem sie schädigenden - internationalen - Handelsdruck befreien. Tier- und Pflanzenarten, welche nicht durch den internationalen Handel, sondern durch andere Faktoren gefährdet sind, können durch das "Artenschutzübereinkommen" nicht geschützt werden.

In der Schweiz ist für den Import und den Export (Re-Export) von CITES-Exemplaren meist eine Einfuhrbewilligung und eine Ausfuhrbewilligung (Wiederausfuhrbescheinigung) notwendig. Diese werden vom Bundesamt für Veterinärwesen BVET ausgestellt.
Bewilligungspflichtige Arten dürfen nur dann international gehandelt werden, wenn das Ursprungsland die Ausfuhr bewilligt hat. Bewilligungen können nur erteilt werden, wenn festgestellt worden ist, dass das Überleben der Art dadurch nicht beeinträchtigt wird. Somit können Ursprungsländer über die Nutzung ihrer Fauna und Flora selbst entscheiden und die Einfuhrländer unterstützen sie in ihren Bemühungen.

¹ Vorerwerbsexemplare: Exemplare, welche in den Handel kamen, bevor das Übereinkommen für die betreffende Arte in Kraft trat (z.B. Antiquitäten mit Elfenbein).

(Textquelle: Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV: CITES; www.bvet.admin.chico_extern, Status Februar 2012)


Zuletzt aktualisiert am: 26.01.2017




Nationalbericht

Biennial report 2013/2014 (pdf, 2.3 MB)

Nationaler Kontakt

Mathias Lörtscher
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
Liebefeld-Bern
Schwarzenburgstr. 155
CH-3003 BERN

Tel: +41 (0)58 323 30 33

Fax: +41 (0)58 323 85 22

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