Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH

-»Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen modernen Browser wie z.B. Firefox 3 oder Internet Explorer 8.«-

Beginn Sprachwahl

Beginn Hauptnavigation

Beginn Unternavigation

Beginn Navigator

Startseite  >  Cartagena-Protokoll  >  Das Cartagena-Protokol...

 



Beginn Inhaltsbereich

Das Cartagena-Protokoll über die biologische Sicherheit

Das Protokoll von Cartagena über die biologische Sicherheit, wurde am 29. Januar 2000 in Montreal von der ausserordentlichen Konferenz der Vertragsstaaten der Biodiversitätskonvention (CBD) verabschiedet. Das Protokoll gewährleisten, dass die mit Hilfe der modernen Biotechnologie veränderten lebenden Organismen (LVO), die für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt eine Gefahr bilden können, sicher transportiert und genutzt werden.

Das Protokoll von Cartagena stellt einen Mindeststandard für staatliche Genehmigungsverfahren und das Prinzip der "Zustimmung unter vorheriger Kenntnisnahme" dar (prior informed consent, im Protokoll advance informed agreement genannt). Das Protokoll definiert das Vorsorgeprinzip - in Anlehnung an die Deklaration von Rio (Prinzip 15) - indem es die Umstände beschreibt, unter denen Staaten Schutzmaßnahmen treffen dürfen, ohne auf einen entgültigen wissenschaftlichen Beweis der Ursachen und Wirkungsketten warten zu müssen. Ein internationales Informationsportal (Biosafety Clearing House, BCH), in dem alle relevanten staatlichen Dokumente der Mitglieder zur GVO-Zulassung eingestellt werden müssen, dient dem Informationsaustausch.

Die Schweiz hat das Protokoll von Cartagena am 26. März 2002 ratifiziert. Die Verordnung über den grenzüberschreitenden Verkehr mit gentechnisch veränderten Organismen (Cartagena-Verordnung, CartV) ist am 1. Januar 2005 in Kraft getreten. Sie schliesst die bis anhin bestehenden Rechtslücken und erleichtert die Arbeit der am grenzüberschreitenden Verkehr von GVO beteiligten Akteure.

Das Bundesamt für Umwelt BAFU ist die nationale Anlaufstelle und übernimmt die damit verbundenen Aufgaben, insbesondere die Umsetzung des Biosafety Clearing-House.

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) -  Lebende veränderte Organismen (LVO)

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind Organismen, deren Erbanlagen mit Hilfe molekularbiologischer Methoden in einer Weise verändert worden sind, wie es natürlicherweise durch Kreuzen oder natürliche Rekombination nicht möglich ist. Hierzu zählen die gezielte Abschaltung einzelner Gene, sowie das gezielte Einbringen arteigener oder artfremder Gene.
Das Abkommen und das Protokoll von Cartagena verwenden im Originaltext den Begriff «lebende veränderte Organismen» (LVO); demgegenüber wird in der schweizerischen Gesetzgebung und in der Umgangssprache von «gentechnisch veränderten Organismen» (GVO) gesprochen. Die beiden Begriffe sind gleichwertig.


Zuletzt aktualisiert am: 05.02.2015





Schweizer Informationssystem Biodiversität (SIB)
info@sib.admin.ch | Haftung, Datenschutz und Copyright
http://www.sib.admin.ch/index.php?id=671