Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH

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Merkblätter Artenschutz: Blütenpflanzen und Farne

In den letzten fünf Jahren wurden 132 bedrohte Pflanzenarten der Schweiz detailliert kartiert, darunter alle 31 weltweit und 41 europaweit gefährdeten oder seltenen Arten (total 57 Arten). Nach umfangreichen Umfragen, Herbar- und Literaturrecherchen wurden fast alle Fundorte nach 1966 sowie viele der älteren im Gelände überprüft und dabei der gegenwärtige Status der Arten, die Populationsgrösse, der Zustand des Lebensraumes und die Gefährdungssituation am Standort beurteilt. Aufgrund der Resultate wurden für jede Art praxisgerechte, doppelseitige Merkblätter für den Artenschutz zusammengestellt. Diese enthalten kompakt zusammengefasst wichtige Angaben zur jeweiligen Art: Artbeschreibung, Standort, Höhenverteilung, Pflanzensoziologie, Lebensraumtyp, Zeigerwerte, Verbreitung und Gefährdung in Europa, Schutzstatus in der Schweiz und in Europa, Verbreitung und Gefährdung in der Schweiz, Gefährdungsursachen und mögliche Massnahmen sowie eine aktuelle Verbreitungskarte der Schweiz (3km-Raster). Dazu wurde eine Datenbank mit ca. 30'000 Belegen aufgebaut die viele fundortspezifische  Angaben enthält. Das umfangreiche Literaturverzeichnis ermöglicht vertiefte Recherchen. Alle Arten wurden für die Schweiz und die sechs biogeographischen Grossregionen nach Kriterien, die auf den IUCN-Kategorien für die Roten Listen von 1994 basieren, neu eingestuft und die Veränderungen gegenüber der nationalen Roten Liste ausgewertet sowie die internationale Verantwortung der Schweiz festgestellt. Insgesamt wiesen 56% der Arten Veränderungen der Gefährdungsstati auf, davon beruhen 50% auf dem Systemwechsel der Kriterien, 25% sind durch die verbesserte Datengrundlage bedingt und nur ca. 25% (bzw. ca. 13 % der Gesamtartenzahl) betreffen eine «echte» Veränderung der Gefährdungssituation. Insgesamt sind von den 132 behandelten Arten in der Schweiz 18 im ausgestorben (14 EX, 14 EW), 25 sind «kritisch gefährdet» (CR), 39 gelten als «stark gefährdet» (EN), 30 als «gefährdet» (VU) und 20 Arten als «geringeres Gefährdungsrisiko» (LR). Für 58 bzw. 57 Arten weist die Schweiz in einem der Vergleichsräume eine hohe bzw. eine mittlere internationale Verantwortung auf. Diese Untersuchung bildet die Grundlage um in den nächsten Jahren die Erhaltung der aktuellen Fundstellen, konkrete Förderungsprojekte sowie weitere Umsetzungen zu ermöglichen.


Zuletzt aktualisiert am: 08.04.2010





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