Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH

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Magazin UMWELT 3/2008: Klimawandel

Jede Krise ist auch eine Chance - Editorial von Bruno Oberle, Direktor BAFU

Höchste Zeit für eine Trendwende - Der vom Menschen verursachte Klimawandel zählt zu den grössten Herausforderungen der Neuzeit. Um die globale Erwärmung auf ein verträgliches Mass zu begrenzen, sollte die Staatengemeinschaft ihren Ausstoss an Treibhausgasen möglichst rasch stabilisieren und dann markant absenken. Dazu müssen wir die Ressourcen künftig viel effizienter nutzen, eine weltweite Energiewende einleiten und den Boden nachhaltiger bewirtschaften.

CO2-Reduktion im Alltag: Der Klimaschutz-Lifestyle - Manche Leute erfüllen bereits heute die klimapolitischen Ziele der Schweiz für das Jahr 2020 – zum Teil, ohne sich dessen bewusst zu sein. Gehören Sie auch dazu?

Wer im Passivhaus lebt, betreibt aktiven Klimaschutz - Wohnen und Mobilität sind die wichtigsten Einflussbereiche, um das private CO2-Budget entscheidend zu entlasten. Wer hier die grossen Sparpotenziale ausschöpft, ist seiner Zeit beim Klimaschutz um Jahre voraus.

Globale Ursachen und Folgen: "Wer jetzt nicht handelt, verhält sich fahrlässig" - Um die globalen Auswirkungen der Klimaerwärmung auf ein tragbares Mass zu begrenzen, muss die Menschheit den Ausstoss an Treibhausgasen so rasch wie möglich reduzieren. Dies sagt der an der Universität Bern lehrende Klimaforscher Professor Thomas Stocker im Interview mit UMWELT. Er ist Mitglied des weltbekannten Fachgremiums IPCC.

Auswirkungen im Inland: Klimawandel hautnah - Als Alpenland ist die Schweiz bereits heute übermässig von der Klimaerwärmung betroffen. Auch in Zukunft werden sich die Folgen der klimatischen Veränderungen bei uns stärker bemerkbar machen als anderswo. UMWELT ist Leuten begegnet, die den Wandel schon jetzt in ihrem Berufsalltag spüren.

Leben mit dem Hochwasser: Anpassung an die Extremereignisse der Zukunft - Als Folge der Klimaerwärmung rechnen Fachleute künftig mit extremeren Hochwasserereignissen. Um das Ausmass der Schäden zu reduzieren, drängt sich mancherorts eine Anpassung bestehender Nutzungen auf. Der Handlungsbedarf ist enorm, wie die Überschwemmungen mit Schäden von rund 3 Milliarden Franken im Katastrophenjahr 2005 gezeigt haben.

Technische Lösungen des Klimaproblems: Technik allein reicht nicht aus - Der technologische Fortschritt wird bei der Eindämmung des Klimawandels eine Schlüsselrolle spielen. Allerdings reichen die Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien, effizientere Verfahren und Produkte sowie neue Techniken – wie die Abtrennung und unterirdische Speicherung von Kohlendioxid – allein nicht aus, um die Erwärmung rechtzeitig zu stoppen.

Ökonomische Auswirkungen: Chancen für die Wirtschaft - Klimaverträgliches Handeln steht nicht im Widerspruch zu ökonomischen Interessen, sondern bildet vielmehr eine Grundvoraussetzung für den künftigen Wohlstand unserer Gesellschaft. Volkswirtschaften und Unternehmen, die heute in den Klimaschutz investieren, werden auf den Weltmärkten die Gewinner von morgen sein.

Soziale Auswirkungen: Eine Frage der Gerechtigkeit - Die Industriestaaten sind die Hauptverursacher des Klimawandels. Dessen Folgen betreffen jedoch ebenso die Entwicklungsländer und kommende Generationen. Deshalb leiten sich die Massnahmen zum Schutz des Weltklimas auch aus der Forderung nach Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde ab. Dies sagt Professor Hans Ruh, der früher das Institut für Sozialethik an der Universität Zürich geleitet hat und heute Unternehmen in Ethikfragen berät.

Klimafonds: Geldanlagen sind ein Hebel für klimagerechte Produkte - Ein glaubwürdiger Klimafonds sollte in Wertpapiere von Firmen investieren, die entscheidend zu einer klimaschonenderen Wirtschaft beitragen. Dies findet der Ökonom Rolf Iten im Gespräch mit UMWELT. Er ist Verwaltungsrat der grössten unabhängigen Schweizer Ratingagentur INrate und Mitglied der Geschäftsleitung beim Forschungs- und Beratungsunternehmen INFRAS.

Lokaler Klimaschutz: Abschied vom Zeitalter der fossilen Energien - Das schwedische Växjö gilt weltweit als Vorzeigestadt für den Klimaschutz. Seit 1993 hat die Gemeinde ihren Kohlendioxid-Ausstoss um 30 Prozent reduziert. Bereits stammt mehr als die Hälfte der eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen. In einigen Jahrzehnten will die Stadt sogar ganz ohne fossile Brenn- und Treibstoffe auskommen. Auch in der Schweiz setzen immer mehr Gemeinden Massnahmen für einen besseren Klimaschutz auf lokaler Ebene um.

Klimapolitik: Wir stehen erst am Anfang - «Alle verweisen auf Konkurrenten, um zu begründen, weshalb sie gerne möchten, aber nicht können», meint Moritz Leuenberger, Bundesrat (1995-2010), zum Feilschen in der Klimapolitik. Er fordert die Staatengemeinschaft – aber auch die Verursacher von Treibhausgasen im Inland – dazu auf, sich nicht länger mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner zu begnügen, sondern die grösste gemeinsame Verantwortung zu suchen.


Zuletzt aktualisiert am: 02.02.2015





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