Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH

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Magazin UMWELT 4/2008: Holz - wieder ein sicherer Wert

Ressource mit Nachwuchs - Editorial von Andreas Götz, Vizedirektor BAFU

Ressourcenpolitik Holz: Vom Wald zum Wohnen zur Wärme - Den Rohstoff unserer Wälder nachhaltig und effizient zu nutzen und zu verwerten ist das Ziel der , die gegenwärtig im BAFU erarbeitet wird. Unter Berücksichtigung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen soll das Produktionspotenzial der Wälder voll ausgeschöpft und das geerntete Holz möglichst in Kaskaden verwendet werden: zuerst mit maximaler Wertschöpfung als Werk- oder Baustoff und erst am Schluss des Lebenszyklus als Energieträger.

Holzverarbeitung: Aus Rundem mehr Eckiges machen - Bis vor Kurzem nutzte die Schweiz die natürliche Ressource ihrer Wälder wie ein Entwicklungsland: Ein Grossteil davon ging als Stammholz unverarbeitet in den Export. Das ändert sich nun. Mit der Inbetriebnahme der Grosssägerei in Domat/Ems GR Mitte 2007 sind die Sägereikapazitäten im Inland deutlich grösser geworden, und sie werden sich in den kommenden Jahren weiter erhöhen.

Naturnaher Waldbau: Holzen im multifunktionalen Wald - Holz aus dem Schweizer Wald soll vermehrt genutzt werden – das ist ein Ziel der Schweizer Waldpolitik. Damit dies nicht auf Kosten der anderen Waldfunktionen geht, werden derzeit Grundanforderungen an den naturnahen Waldbau entwickelt. Der Forstbetrieb der Burgergemeinde Sumiswald BE erfüllt diese problemlos.

Holzbauten: Immer grösser, immer höher - In der Schweiz werden zunehmend auch mehrstöckige Häuser aus Holz erstellt. Zwei innovative Projekte sind das bereits bezogene Gebäude Green Offices in der Nähe von Freiburg und die Monte-Rosa-Hütte auf 2795m Höhe.

Wer Holz braucht, betreibt Klimaschutz - Eine BAFU-Studie zeigt, dass dem Klima langfristig mehr geholfen ist, wenn wir unser Holz stärker aber nachhaltig nutzen und klug verwerten, als wenn wir es im Wald stehen lassen.

Holzforschung: Holzweg direkt in die Zukunft - In der Schweiz gibt es auf universitärem Niveau zurzeit keinen Lehrstuhl, der sich mit Holz in all seinen Anwendungen befasst. Das nationale Forschungsvorhaben Wood Fibre 2020 soll Abhilfe schaffen und dieser Ressource zur wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Beachtung verhelfen, die ihr gebührt.

Landesforstinventar: Die Vorratskammern sind voll - Im Schweizer Wald steht mehr Holz denn je in den letzten Jahrhunderten. Und der Vorrat nimmt immer noch zu, allerdings nicht bei allen Baumarten: Im Mittelland ist die Fichte auf dem Rückzug.

Unsere Hölzer Energieholz: Alter Energieträger neu entdeckt - In der Schweiz werden zurzeit jährlich 3,6 Millionen Kubikmeter Energieholz verbrannt. Nachhaltig möglich wäre in etwa die doppelte Menge. Die Kohlendioxid-Emissionen des Landes liessen sich so um rund 4 Prozent senken.

Bodenschutz im Wald: Damit von Fahrspuren keine Spur mehr bleibt - Bei der mechanisierten Waldarbeit kommen immer grössere und schwerere Maschinen zum Einsatz. Wie lassen sich dabei Bodenschäden vermeiden? Im April 2008 veranstaltete das Bildungszentrum Wald in Le Mont-sur-Lausanne einen Kurs, in dem ein gutes Dutzend Forstmaschinenführer ihre Kenntnisse erweitern konnten.

Weitere Themen

Neuer Finanzausgleich (NFA) greift auch im Umweltschutz - Die programmorientierte Subventionspolitik im Umweltbereich wird umgesetzt. Bereits fliessen 60 Prozent der Bundesmittel in Mehrjahresprogramme mit leistungsbezogener Zielsetzung. Waldwirtschaft und Vogelschutzgebiete sind zwei Beispiele dafür, wie der NFA konkret abläuft.

Die heimliche Rückkehr der Wildkatze - Man sieht sie nie, sie lässt sich nicht eindeutig bestimmen und sie hinterlässt keine identifizierbaren Spuren. Und dennoch ist es möglich, Populationen der Wildkatze zu überwachen – in Anwendung von altem Volkswissen, molekulargenetischen Analyseverfahren und statistischen Methoden. Im Jura wird dies nun erstmals grossräumig getan.

Umweltbildung sichtbar machen - Verschiedene Anbieter von Umweltbildung haben sich zum Service Umwelt zusammengeschlossen. Konzertierte Marketingaktivitäten gewährleisten professionellere Auftritte und verbessern die Sichtbarkeit der Branche.

Biotechnologie: Die Ausbildung von Biosicherheitsbeauftragten soll professioneller werden - Wird mit gentechnisch veränderten oder pathogenen Organismen geforscht und produziert, besteht ein Risiko für Mensch und Umwelt. Biosicherheitsbeauftragte sind dafür besorgt, dieses Risiko möglichst gering zu halten. Zusammen mit der Biotechnologiebranche plant der Bund jetzt eine einheitliche Ausbildung.

Korrosionsschutz: "Es war unsere teuerste Baustelle" - Im Jahr 2005 ergab eine Analyse des Kantons Tessin, dass die Beschichtung der oberirdischen Druckleitung des Kraftwerks Tenero giftige Polychlorierte Biphenyle (PCB) enthält. Eine Sanierung wurde damit unumgänglich. Es zeigte sich, dass auf dem Papier manches einfacher aussieht als in der Praxis. Doch inzwischen ist die Leitung auf vorbildliche Weise saniert.


Zuletzt aktualisiert am: 02.02.2015





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