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Gemeinsames Grundsatzpapier zum Monitoring der Umweltwirkungen von gentechnisch veränderter Organismen (GVO)
In einem gemeinsamen Grundsatzpapier des deutschen Bundesamtes für Naturschutz (BfN), des österreichischen Umweltbundesamt und des schweizerischen Bundesamtes für Umwelt (BAFU) werden wesentliche Eckpunkte und Anforderungen für ein Monitoring von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) vorgeschlagen. Das Grundsatzpapier „Monitoring of genetically modified organisms" gibt Anregungen, wie das Monitoring der Umweltauswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen umgesetzt werden sollte. Die Empfehlungen basieren auf der langjährigen Erfahrung der drei Institutionen mit Umweltmonitoring und der Beschäftigung mit der Konzeption für das Monitoring von gentechnisch veränderten Pflanzen. Darüber hinaus berücksichtigen die Empfehlungen bislang wenig beachtete Aspekte zu Naturschutzfragen, die für ein geeignetes Monitoring der Umweltwirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen von großer Bedeutung sind.
GVO-Monitoring - auf dem Weg zu einheitlichen Standards
Ein sachgerechtes Monitoring, das den Anbau und die Verwendung von gentechnisch veränderten Pflanzen begleitet, ist ein wesentliches Element der gesetzlichen Regelungen für die Zulassung und Vermarktung von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen. Zweck dieses verpflichtenden Monitoring ist es, mögliche schädliche Auswirkungen von GVO auf Natur und Umwelt zu erkennen und frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Bislang fehlen dazu einheitliche Standards auf nationaler und europäischer Ebene.
Empfehlungen für verbessertes GVO-Monitorings
Das Grundsatzpapier leistet einen Beitrag dazu, einen einheitlichen europäischen Standard für das Monitoring von GVO zu schaffen. Wichtige Empfehlungen sind:
1. Ausweitung des Monitorings, insbesondere zur Überprüfung der durchgeführten Risikoabschätzung
2. Bessere Evaluierung von bestehenden nationalen Umweltbeobachtungssystemen, ob und wie diese in das GVO-Monitoring eingebunden werden sollen.
3. Das Monitoring der Umweltexposition durch GVOs als wesentlicher Eckpfeiler des europäischen GVO-Monitoring.
Zuletzt aktualisiert am: 30.01.2012