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Aufgaben des Biosafety Clearing House

Das Biosafety Clearing House (BCH) ist das Informationssystem f├╝r die Vertragsstaaten des Cartagena Protokolls ├╝ber die Biologische Sicherheit. Es soll den Austausch wissenschaftlicher, technischer, umweltrelevanter und gesetzlicher Informationen ├╝ber gentechnisch ver├Ąnderte Organismen (GVO) unter den Vertragspartnern und der ├ľffentlichkeit erleichtern. Der Name leitet sich von den fr├╝her eingef├╝hrten Abwicklungsstellen f├╝r den internationalen Zahlungsverkehr ab.

Des Cartagena Protokoll ├╝ber die Biologische Sicherheit ist ein Abkommen unter der 1992 in Rio beschlossenen Konvention ├╝ber die biologische Vielfalt (CBD). Das Protokoll gew├Ąhrleistet die Sicherheit bei der Weitergabe, Verwendung und Nutzung von gentechnisch ver├Ąnderten Organismen und regelt in erster Linie den grenz├╝berschreitenden Verkehr von GVO.

Das Cartagena Protokoll trat im September 2003 in Kraft. Die Schweiz hat das Protokoll am 26. M├Ąrz 2003 ratifiziert und geh├Ârt damit zur urspr├╝nglichen Gruppe der Vertragsparteien. Am Biosafety Clearing House beteiligen sich aber auch Nicht-Vertragsstaaten des Cartagena Protokolls, wie z.B. die USA.

Das Protokoll von Cartagena verwendet im englischen Originaltext den Begriff ┬źlebende ver├Ąnderte Organismen┬╗ (LVO); demgegen├╝ber wird in der schweizerischen Gesetzgebung und in der Umgangssprache von ┬źgentechnisch ver├Ąnderten Organismen┬╗ (GVO) gesprochen. Die beiden Begriffe sind gleichwertig.

Nationaler Gesetzesrahmen zu Cartagena Protokoll und Biosafety Clearing House

In der Schweiz wurde das Cartagena Protokoll und damit auch die Bestimmungen zum Biosafety Clearing House in der Cartagena-Verordnung (CartV) verankert. Die Verordnung ist seit dem 1. Januar 2005 in Kraft. Sie schliesst die bis anhin bestehenden Rechtsl├╝cken und erleichtert die Arbeit der Akteure, die am grenz├╝berschreitenden Verkehr von GVO beteiligt sind.

Aufgaben des Biosafety Clearing House

  • Das BCH soll die Umsetzung des Cartagena Protokolls durch die Vertragsstaaten unterst├╝tzen und zur Information der ├ľffentlichkeit beitragen.
  • Das BCH dient zum allgemeinen Austausch von wissenschaftlichen, technischen als auch rechtliche Informationen ├╝ber GVO, die f├╝r den grenz├╝berschreitenden Verkehr und die Freisetzung in die Umwelt bestimmt sind. ├ťber das BCH sollen auch Erfahrungen mit der Verwendung von GVO ausgetauscht werden.
  • ├ťber das BCH soll eine ├ťbersicht ├╝ber die verschiedenen nationalen Gesetzesvorschriften und Entscheidungen ├╝ber die Verwendung bestimmter GVO's (insbesondere ├╝ber Genehmigungen zum Inverkehrbringen von GVO's) geben.
  • Das BCH ist der im Protokoll festgelegte Informationsaustauschmechanismus zwischen einzelnen Vertragsparteien f├╝r vorgeschriebene Informationen, z.B. f├╝r das Vorabgenehmigungsverfahren f├╝r den grenz├╝berschreitenden Verkehr von GVO (Advance Information Agreement).

Aufgaben des Schweizerischen Biosafety Clearing House

Im Schweizerischen Biosafety Clearing House (CH-BCH) sind die im Cartagena Protokoll bzw. in Beschl├╝ssen der Vertragsstaatenkonferenz festgelegten Informationen in drei Amtssprachen (Deutsch, Franz├Âsisch und Italienisch) und in Englisch enthalten.

Dar├╝ber hinaus bietet das CH-BCH Verlinkungen zu wesentlichen schweizerischen Informationsquellen und den Gentechnik-Infos auf den Webseiten der Bundes├Ąmter.

Die schweizerischen Basis-Informationen sind zudem auch in durchsuchbarer Form und in allen 6 UN-Sprachen (Englisch, Franz├Âsisch, Spanisch, Russisch, Arabisch, Chinesisch) ├╝ber das Zentralportal des BCH abrufbar.




Zuletzt aktualisiert am: 18.04.2016


Schweizer Informationssystem Biodiversit├Ąt (SIB)
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